die Binnenschifffahrt

Dem Güterverkehr auf Binnenwasserstraßen kommt in der öffentlichen Wahrnehmung im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern nur eine geringe Rolle zu.
Aber:
Die Bedeutung der Binnenschifffahrt für das Gesamt-Verkehrssystem in Deutschland wächst: Das Straßenverkehrssystem, vor allem die Autobahnen, ist zeitweise überlastet und kann weitere Zuwächse nicht verkraften:
Der Liefer- und Transitverkehr steigt, der Ausbau der Autobahnen hält nicht mehr Schritt, das Straßenverkehrssystem hat seine Grenzen erreicht, wenn nicht überschritten.
Das Ausweichen auf die Bahn verspricht auch nur eine vorübergehende Entlastung des Straßenverkehrssystems.
Unter den europäischen Verkehrssystemen bietet einzig das Binnenschiff auch auf Sicht freie Kapazitäten, darüber hinaus ist das funktionierende Wasserstraßensystem bereits vorhanden: Deutschland ist durchzogen von einem weitverzweigten Kanal- und Flußsystem mit besten Verbindungen an das gesamte europäische Wasserstraßensystem. Die Binnenhäfen bieten sich damit als logistische Warendrehscheiben mit Anbindungen an alle Warentransportwege an.

Binnenschifffahrt in Nordrhein-Westfalen (NRW)

  • NRW verfügt mit dem Dortmund-Ems-Kanal, dem Rhein-Herne-Kanal, dem Datteln-Hamm-Kanal und dem Wesel-Datteln-Kanal über ein dichtes Kanalnetz mit direkten Verbindungen zu den Häfen der “Nordrange”: Die westlichen Seehäfen (die so genannten ZARA-Häfen Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) sowie die deutschen Seehäfen.
  • Das Kanalsystem in NRW verfügt vor allem in der Rhein-Ruhr-Region mit ihren 5,3 Millionen Einwohnern über ein den Großraum überspannendes Netz von Binnenhäfen.
  • Diese Binnenhäfen werden vor allem für die Fracht- und Güterschifffahrt genutzt, sie dienen der Versorgung, dem Im- und Export der gesamten Region. Frachtschiffe transportieren vor allem Container, Kohle und Erze, Agrargüter, Erdöl und Erdölprodukte, Sand und Kies, Stahl und metallische Receycling- sowie Gefahrgüter.